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Rezensionen
Der Teufelsplan des Fu Manchu
[ Der Hexer von Salem: Der Teufelsplan des Fu Manchu von Peer Kröger, Pegasus Press, Sprache: deutsch, Softcover, 44 Seiten, € 9,95, Rezension vom 11.04.07 ]
Auch das zweite Abenteuer für den "Hexer von Salem" – diesmal aus der Feder von Peer Kröger mit großer Unterstützung von Heiko Gill – bleibt der ursprünglichen Idee des Cthulhu-Pulp-Rollenspiels treu und verspricht kurzweiliges, actiongeladenes Spielvergnügen mit nur wenig Nachforschungsarbeit.
Optisch hat sich zu seinem Vorgänger "Wenn Engel fallen" wenig geändert. Das Coverbild verbreitet pulpige Atmosphäre. Die Innengestaltung ist gleich geblieben, bietet also das Layout des Regelwerks in schwarzweiß, anders als "Engel" wirkt es diesmal nicht zu dunkel. Das neuerdings verwendete Hochglanzpapier ist zwar hochwertiger, will mir aber irgendwie nicht passend erscheinen.
Dieter Winkler und Wolfgang Hohlbein haben wieder eine Geschichte beigesteuert, die das erste Drittel des Heftes einnimmt. Sie ist spannend und von erwarteter Qualität.
Das Abenteuer selbst spielt in London und beginnt, wie es sich gehört, mit einem Knall. Die Charaktere sind gerade durch die londoner Straßen unterwegs als zwei Ganoven laut um Hilfe schreiend auf sie zurennen, verfolgt von einem großen Kerl, der aussieht als wäre sein Gesicht aus den Flicken anderer Gesichter zusammengesetzt. Die Ganoven führen die Charaktere zu Rowlf, der eifrigen Lesern als alter Freund von Robert Craven bekannt sein sollte. Von seinem Hauptquartier aus schlittern die Charaktere mitten in den "Teufelsplan des Fu Manchu" und können ihn hoffentlich verhindern.
Die Handlung ist etwas holpriger als bei "Engel", die Übergänge zwischen den Szenen wirken teilweise etwas gekünstelt. So wird beispielsweise wahrscheinlich Rowlf den Charakteren die Auflösung des ersten und einzigen Rätsels sagen müssen, damit sie sich zu Kapitel 3 aufmachen können. An Action mangelt es aber nicht, so dass solche kleine Stolpersteine in der Praxis nur selten ins Gewicht fallen dürften. Die Handlungsorte sind gut gewählt und Kommunikationsszenen sorgen dafür, dass die kreativen und darstellerischen Muskeln der Spieler nicht verkommen.
Fazit: Trotz der gleichen Prämisse ist der "Teufelsplan" angenehm anders als das erste Abenteuer der Reihe und kann, auch wenn er an dessen Qualität nicht heranreicht, mit seiner spannenden und unterhaltsamen Handlung an verschiedenen interessanten Örtlichkeiten überzeugen. Günstige Abenteuerhefte guter Qualität gibt es viel zu wenig; die "Hexer"-Reihe füllt diese Lücke ein weiteres Mal gut aus.