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Cthulhu abseits
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Rezensionen

Cthuloide Welten #5

Wieder ist ein halbes Jahr vergangen und wieder finden wir eine neue Cthuloide Welten in den Regalen unseres Lieblings-Spieleladens. Wie hier ja schon üblich möchte ich eine Kurzrezension der Zeitschrift geben, die weniger beurteilt (naja, ein wenig schon) als viel mehr den Inhalt der Zeitschrift wieder gibt.

Das Cover ist wie üblich sehr gut gelungen. Diesmal ziert ein Wesen der großen Rasse von Yith die erste Seite - wenn auch nicht sehr gruselig, dafür aber schön gemalt.

Zwei große Artikel bilden diesmal den Kern des Heftes: "Das Geheimnis von Knossos" ist das Abenteuer (darf ja nicht fehlen). Eine Hochzeitseinladung bringt die Charaktere nach Griechenland und vielleicht sogar in das Labyrinth des Minotaurus. Über den zweiten großen Artikel freue ich mich (als Seesener und bekennender Froschkönig-Fragmente-Fan) besonders. Es ist ein Cthulhu-Regionalia-Artikel über den Harz. Auf immerhin 23 Seiten lassen sich die beiden Autoren über den Harz, seine Legenden, seine Gespenster- und Hexengeschichten, über Arbeit, Orte und Höhlen aus. Zusätzlich gibt es eine Karte in der Mitte des Heftes. Beides sind schöne Artikel.

Der Rest der Ausgabe:

Wolfgang Schiemichen präsentiert uns ein weiteres Mal Nachrichten "Aus den dunklen Zwischenreichen". Diesmal wird ein Monster aus dem ja noch relativ neuen Malleus Monstrorum näher beschrieben. Gewohnte Qualität.

Ein weiteres Mal bekommen wir Daten über "Autos der Zwanziger", die wir nie wissen wollten. So leid es mir tut (vor allem wenn man die viele Arbeit von dem Autoren "Zodiak" Pappe bedenkt), aber irgendwann ist es genug. Mit den Autos aus Deutschland ist die Reihe jetzt hoffentlich abgeschlossen (obwohl die vielen Bilder sicher wieder an der einen oder anderen Stelle Anwendung finden können).

"Humbug! Nichts als Humbug!" stellt einen sehr interessanten Charaktertypen vor: den Debunker oder "professionellen Skeptiker". Steffen Schütte beschreibt einen Beruf, der nichts anderes tut als übernatürliche Phänomene als Betrug zu entlarven. Es dürfte sicher interessant sein, so jemanden zu spielen, besonders wenn er irgendwann bemerkt, dass seine Zweifel nicht immer angebracht waren. Schöne Idee.

"Katzenjammer und Scherbenschreck" ist ein Artikel über Aberglauben. Er ist nicht sehr lang, kann aber gute Aufhänger für interessantes Rollenspiel bringen.

Als besondere "Person der 20er Jahre" wird diesmal Charles Fort beleuchtet. Wirklich eine interessante Persönlichkeit!

Die restlichen Seiten der Zeitschrift werden gefüllt mit einem Artikel über das Cthulhu-Rollenspiel in Italien, einem Interview mit Sandy Petersen, dem letzten Mal „Vernetzte Tentakel“ (mit Webtipps) und der Namenslosen Seite.

Nicht zu vergessen seien auch noch die Gewinner des Zeichenwettbewerbs. Ich muss allerdings zugeben, dass mir nur zwei der Bilder wirklich gefallen. Auf der Innenseite des Deckblattes ist das Highlight. Sehr schönes Bild!

Insgesamt mal wieder eine schöne Ausgabe. Sie kann ohne Probleme mit dem recht hohen Standard mithalten, den die früheren Ausgaben gesetzt haben und ist meiner Meinung nach noch einmal eine Stufe besser als die CW4. Aber das ist sicher Geschmackssache.